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Damalige Abtreibung![ Bisherige Antworten ] [ Antwort verfassen ] [ Forum ]Posted from 83.221.231.192 by Nina on February 27, 2022 at 23:16:16: Wo beginnen?... Ich bin 42 Jahre alt und eigentlich könnte ich glücklich sein. Endlich habe ich den Job, den ich schon immer wollte, der sinnstiftend ist, und von dem es sich sogar ganz gut leben lässt. Das war bislang nicht immer so. ich würde sagen, dass ich erst seit dem 38. Lebensjahr überhaupt eine Art Fahrplan habe. Vorher bin ich immer nur im Dunkeln umhergeirrt...Fühlte mich abhängig, hilflos, einsam, minderwertig und fehl am Platz. Das alles ist nicht mehr! Doch da ist etwas anderes....Meine ungewollte Kinderlosigkeit, die nun aufgrund meines Alters ein "für immer" bedeuten wird, lässt mich TÄGLICH an meine Abtreibung vor 23 Jahren denken. Damals war ich 19, alt genug, aber innerlich absolut minderbemittelt, ahnungslos, unsicher. Mein damaliger Freund war mir absolut keine Hilfe. Er war depressiv, fühlte sich leer, und kämpfte weder für noch gegen das Kind. Außerdem stritten wir ständig wegen seiner Affären. Ich war noch Schülerin, lebte bei Eltern, die sicherlich für mich da gewesen wären, aber vor deren Urteil ich Angst hatte. Freunde hatte ich auch keine, da ich gerade erst auf eine neue Schule gekommen war, aufgrund eines Stadtwechsels. Damals zwischen 19 und 30 konnte ich den Schmerz noch irgendwie verdrängen. Dann wurde es schlimmer. Und jetzt komm ich fast gar nicht mehr klar. Nun meine Frage: es heißt ja, dass alles nach Plan läuft. Dass alles geschieht, wenn es geschehen soll. heißt das nun, dass wenn dieses Kind hätte geboren werden sollen, niemand es hätte verhindern können? Dass es trotz aller Umstände auf die Welt gekommen wäre? Und dass somit die Abtreibung nach Plan geschehen ist? Ich mache mir solche Vorwürfe. Auch, dass ich nicht wenigstens mit Mitte 20 Kinder bekommen habe. Aber ich wollte, dass mein Kind in guten Verhältnissen aufwächst, und nicht in einer maroden Beziehung. Nun habe ich gar keine Kinder, und fühle mich wie ein Allian, da all meine Kollegen Kinder haben und verheiratet sind. Aber damit komm ich klar. Mit der Reue hingegen überhaupt nicht.
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