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Depression die dritte

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Posted from 78.42.92.254 by Phaedon on October 14, 2020 at 02:36:43:

In Reply to: Depression die dritte posted by Vanessa on October 13, 2020 at 22:29:50:

Hallo liebe Vanessa,

ich würde gerne etwas mit dir teilen, was mir sehr geholfen hat. Ich spreche natürlich aus meiner Erfahrung und ich weiß nicht, wie du darauf ansprichst, aber ich habe auch Erfahrungen mit depressiven Phasen und was mir hilft ist, erst einmal zu akzeptieren, dass ich diese Episode habe. Zunächst einmal: Mit "Akzeptanz" meine ich nicht etwas gutzuheißen, was man sonst "blöd" findet oder dass man sich dazu zwingt, die Meinung eines Anderen zu teilen, nur damit man gemocht wird, obwohl man eigentlich gegenteiliger Meinung ist. Das wäre Selbstleugnung und höchstens Toleranz (erdulden), was nur temporär funktioniert. Wenn du akzeptierst, dann erkennst du den Ist-Zustand an, behälst trotzdem deine eigene Meinung und Präferenzen bei, aber weißt, dass sie nur auf deine persönliche Realität zutreffen und keine allgemeingültigen Wahrheiten sind. Es geht auch darum, Glaubenssätze als solche zu akzeptieren. Du wertest damit nicht mehr auf absolute Weise, denn im Kern ist nichts gut oder schlecht. Wenn mir etwas missfällt, dann sage ich zu mir: "Ich mag das gerade so gar nicht, aber ich akzeptiere mein 'Nicht-Mögen' und wehre mich nicht länger dagegen. Es ist meine persönliche Wahrnehmung, die mit anderen nicht immer übereinstimmen muss. Ich bin mir bewusst, dass meine Werturteile keine Absoluta sind". Somit kann ich mich auf das fokussieren, was mich im Jetzt weiterbringt und öffne mich erst für neue Möglichkeiten. Ich denke mir nicht: "Oh nein, ich muss das jetzt auch toll finden und tolerieren, damit ich von anderen Anerkennung bekomme, alles andere ist nicht akzeptabel!".

Wenn wir das auf die Depression übertragen, dann akzeptiere ich zunächst diesen Zustand und erkenne an, dass ich heute eben keine Lust habe. An meinem freien Tag zwinge ich mich nicht dazu, jemand zu sein, der ich gerade nicht bin. Dann will ich eben gerade nicht reden, dann esse ich halt mal nicht und bleib im Bett. Und wenn ich morgen auch keine Kraft hab? Schei*egal, dann ist es wie es ist! So baue ich Resistenz ab, denn du gibst das, wogegen du dich wehrst, nur noch mehr Energie und erhälst es aufrecht. Mit "ich will es loswerden" lenkst du deine Aufmerksamkeit auf das, was du nicht willst und verstärkst es. Wenn du es dann irgendwann schaffst, aufzustehen und dich zumindest frisch anzuziehen, weil du vielleicht bisher keine Kraft dazu hattest, dann darfst du das für dich auch mal an die große Glocke hängen, wenn dir danach ist! Gib dir Zeit und gehe mit deinem natürlichen Fluss mit. Hast du deine depressive Phase akzeptiert, öffnest du dich nach einer Zeit für neue Eindrücke, die dir auch mitteilen können, woran es gerade liegt (Verdrängung von Emotionen? Kontrolle?). Ja, letztendlich ist sowas auf Angst zurückzuführen. Man verdrängt aus Angst hinzusehen, weil man die Schatten seiner Selbst fürchtet. Man will Kontrolle ausüben aus Angst, sie zu verlieren und weil man dem Leben nicht ausgeliefert sein will. Manchmal kann der Grund aber auch nur sein, dass man eine Auszeit und Entspannung braucht.

Du hast Angst? Dann akzeptiere dies ohne zu werten. Emotionen sind eine Kommunikation an dich selbst und Angst reflektiert dir, dass du dich ausgeliefert fühlst und glaubst, eingeschränkte Wahlmöglichkeiten zu haben, dasselbe gilt für das Gefühl, ein Opfer zu sein oder wenn man Wut empfindet, wobei die letzten beiden ja ebenso auf Angst basieren. Mache dir bewusst, dass du immer eine Wahl HAST! Du erschaffst deine Realität JETZT und nicht in der Zukunft. Achte darauf, was du in jedem Moment tust und aus welcher Motivation heraus, um den Glaubenssatz dahinter zu erkennen. Selbst wenn es ganz banale oder alltägliche Dinge wie Zähneputzen sind, die Motivation dahinter wäre z. B.: "Um auf meine Zahngesundheit zu achten und weil ich darauf vertraue, dass Zähneputzen die Gesundheit unterstützt". Hast du das erkannt, akzeptierst du, dass das einer deiner Glaubenssätze ist, ohne zu bewerten. So werden Glaubenssätze (die ja deine Wahrnehmung beeinflussen) neutralisiert und sie sind nicht mehr so einnehmend. Damit gestattest du dir eine völlig neue Freiheit. DU bist diejenige, die Glaubenssätze besitzt, nicht umgekehrt. Und sie sind wichtig für unser Erleben als Menschen, weswegen wir sie zu Lebzeiten nicht einfach verpuffen lassen können.

Das, was du im Wachzustand an Gefühlen und Energien äußerst und die Aktionen, die du auf physischer Ebene vollbringst, spiegelt deine unterbewussten Aktivitäten wider. Achtsamkeit ist jetzt sehr wichtig! Sei präsent und achte auch darauf, welche Gedankenprozesse in dir aufkommen, während du etwas tust. Es ist für mich wichtig zu erwähnen, dass Gedanken keine Realität erschaffen (ich weiß, dass das eine weitverbreitete Meinung unter spirituellen Menschen ist). Sie sind natürlich Teil unserer Realität, aber sie erschaffen keine. Sie ÜBERSETZEN sie lediglich. Du kannst so viel wie du willst an etwas denken, es wird sich nicht unbedingt manifestieren. Du erschaffst was du WÄHLST und worauf du dich konzentrierst - deine Gedanken übersetzen lediglich die Wahl, die du aus deinem höheren Selbst heraus längst getroffen hast. Was du wählst spiegelt sich im Wachbewusstsein in deinen Handlungen wider und deine Konzentration in deiner Aufmerksamkeit. Wir legen unsere Aufmerksamkeit immer auf das, was uns im Moment wichtig erscheint. Gedanken sind nicht deine Aufmerksamkeit, aber du kannst deine Aufmerksamkeit auf deine Gedanken LEGEN. Und was bekommst du dadurch zurück? Noch mehr Gedankenprozesse und noch mehr verzerrte Übersetzungen... In solchen Fällen wäre z. B Ablenkung angebracht, um deinen Gedanken etwas anderes zu geben, worüber sie nachdenken können (z. B. in ein anderes Zimmer gehen, Musik hören etc.), statt ständig zu denken: "Aufhören, aufhören, aufhören! Ich will gesund werden!". Dadurch lenkst du deine Aufmerksamkeit auf dein Unwohlsein und drückst damit aus, wie "wichtig" dir dein Unwohlsein ist - infolgedessen führst du deinem Unbehagen weiter Energie zu.

Was, wenn du von diesen blöden Gedankenprozessen einfach nicht wegkommst? Dann akzeptiere sie. Dann denkst du eben gerade viel, dann lebst du halt mal nicht "im Jetzt", verurteile dich dafür nicht! Vertraue darauf, dass auch das aufhören wird, denn du hast immer eine Wahl. Selbst WENN du dich dabei ertappst, wie du dich verurteilst, dann hast du dich eben gerade verurteilt - und?! Du hast dadurch etwas Neues über dich gefunden, was du loslassen kannst. Wisse, dass dein Werturteil keine universelle Wahrheit ist. Akzeptiere nach und nach, so verfängst du dich weniger in Schleifen. Kannst du etwas noch nicht akzeptieren? Dann akzeptiere das "Nicht-Akzeptieren", bis du so weit bist. Es ist ganz einfach! So half ich mir zumindest, aus Teufelskreisen zu entkommen. Natürlich kann man mal wieder in frühere Muster zurückfallen, wenn etwas Altes im neuen "Outfit" wieder hochkommt. Aber das zeigt mir doch nur, wo ich gerade stehe und welche Energie ich nach außen hin projiziere.

Ich wünsche dir ganz viel unterstützende Kraft, wie auch immer du dich entscheidest und was auch immer du tust!

LG, Phaedon

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