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Wieviel kann der Mensch verkraften?[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ Forum ]
Posted from 62.104.223.64 by Anja on August 17, 2003 at 14:12:13:
Vor ca. 7 Monaten war ich das erste mal hier auf dieser Seite angelangt.Mein über alles geliebter Papa verstarb im Dez.02 und es taten sich unendliche Fragen für mich auf. Habe mich seither gebildet und meinen Weg gefunden mit meiner Trauer umzugehen. Vielen Dank an alle, die mir dabei geholfen haben. Dabei mußte ich merken, das ich den Tod meines Sohnes (verstarb nach Frühgeburt 94)erst jetzt richtig annehmen konnte. Nun kommt die ganze Familie zur Ruhe und die nächste Katastrophe folgt. Schwiegereltern hatten einen schweren Autounfall, bei dem zum Glück nur Sachschaden entstand. Letzte Woche kam nun mein Schwiegervater ins Krankenhaus mit einer schweren Lungenenzündung (hat nichts mit Unfall zu tun)und liegt seitdem auf der Intensivstation. Kein Medikament greift und die Ärzte sagen wir können jeden Moment damit rechnen das er stirbt, weil sich sein Zustand nicht bessert. Nun sitzen wir und warten was passiert. Gehört das alles in unserem Leben zu unserem Plan? Wir gehen 2 Schritte vor und 3 wieder zurück? Kommen nicht mehr dazu in unserem Leben unseren bisherigen Weg zu gehen? Nach dem Tod meines Papas hat sich viel verändert für mich und die Familie und wir gehen andere Wege als vorher. Sind die verkehrt, so das wir wieder "umgeleitet" werden? Was soll mich dieser Plan lehren? Die Kraft und Energie, die ich in den letzten Monaten wieder langsam aufgebaut habe läßt schnell wieder nach und ich weis nicht wieviele Rückschläge ich noch schaffe.
Anja
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Wieviel kann der Mensch verkraften?
Posted from 217.234.247.208 by Sibylle2 on August 17, 2003 at 15:14:01: In Reply to: Wieviel kann der Mensch verkraften? posted by Anja on August 17, 2003 at 14:12:13:
Hallo Anja, diese Frage habe ich mir auch schon öffters gestellt. Ich denke die Antwort lautet: Mehr als man selber glaubt. In schwierigen Situationen scheint man über sich selbst hinauszuwachsen.
Ich habe in den letzten Jahren auch schon einige Hürden nehmen müssen. Zuerst bekam meine Mutter vor 4 Jahren Gebärmutterkrebs (hat aber die OP und Bestrahlung halbwegs gut verkauftet). Sie war noch keine Woche aus dem Krankenhaus, da bekam mein Vater einen Schlaganfall. Es ist seitdem wie ein 3-jähriger und wird von meiner Mutter gepflegt. Dann im September 2002 der nächste Schock, jetzt wurde bei meiner Mutter Brustkrebs festgestellt. Ich dachte schlimmer kann es ja wohl nicht mehr kommen. Da hatte ich mich leider getäuscht. Noch bevor meine Mutter ihre Bestrahlungstherapie beendet hatte, wurde bei meinem Mann ein großer Tumor (ca. 5 cm Durchmesser) mitten im Herzen festgestellt. Die Ärzte haben uns dann noch Hoffnung gemacht, es wäre zwar eine schwierige OP aber mein Mann hätte eine gute Chance die OP zu überstehen. Leider war das ein Irrtum. Der Chefarzt hat mir dann nach der OP gesagt, so ein großer Tumor mitten im Herzen nach allen Seiten verwachsen hätte er in seiner 25 - jährigen Praxis noch nie gesehen. Mein Mann ist dann 2 Tage nach der OP gestorben. Die Ärzte haben ihn die ganze Zeit in künstlichem Koma gehalten. Diese 2 Tage Hoffen und Bangen nach der OP waren bisher die schlimmsten Tage in meinem Leben. Ich bin bald verrückt geworden. Man kann nicht mehr schlafen, man kann nicht mehr essen, man kann nicht mehr arbeiten, man funktioniert nur noch. Mein einziger Trost ist nun, dass ich denke, mein Mann mußte nicht lange leiden, wer weiß was er noch hätte erleiden müssen, wenn er wieder wach geworden wäre. Weiterin hoffe ich sehr, dass es ihm im Jenseits besser geht als hier und dass ich ihn wiedersehen werde wenn ich dann auch rüber darf. Noch werde ich hier von meinem Eltern gebraucht, da ich keine Geschwister habe, sind sie auf meine Hilfe/Unterstützung angewiesen. Ich glaube, dieses gebraucht werden gibt mir auch Kraft durchzuhalten. Ich kann Dir sehr nachempfinden wie Du Dich jetzt fühlst. Wahrscheinlich braucht Deine Schwiegermutter (als Lebenspartner) noch einen ganz besonderen Trost, bzw. das Gefühl, dass Du ihr zur Seite stehst und ihr hilfst. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dein Schwiegervater es schafft und wieder gesund wird. Außerdem wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Stärke und dass Du Deinen Weg findest. Ich bin davon überzeugt, dass das ganze Leid einen Sinn hat, auch wenn wir ihn nicht (oder noch nicht) erkennen. Ich habe festgestellt, dass Beten in solchen Situationen ganz viel Kraft spenden kann. Ich bin froh, diese Seiten hier im Internet gefunden zu haben. Wenn das wirklich so stimmt, wie ich es schon öffters gelesen habe, dass man sich den Plan und die Aufgaben selbst mit aussucht, dann brauche ich mich über meine eigenen Schicksalsschläge/Hürden nicht mehr zu wundern :-( denn ich bin oftmals im Leben sehr ehrgeizig und nehme mir sehr viel vor was ich erreichen will. Ich wünsche Dir nochmals ganz viel Kraft und sende Dir liebe Grüße Sibylle2
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Wieviel kann der Mensch verkraften?
Posted from 172.181.165.142 by Coco on August 17, 2003 at 15:44:16: In Reply to: Wieviel kann der Mensch verkraften? posted by Anja on August 17, 2003 at 14:12:13:
Hallo Anja,
schön, dass du schon vor einigen Monaten hierher gefunden hast, auch wenn der Anlass alles andere als erfreulich war! Im Folgenden will ich versuchen, ein paar deiner Fragen zu beantworten. > Gehört das alles in unserem Leben zu unserem Plan? Ja, Anja, alles. Du hast dir vor deiner Inkarnation diesen schweren Plan gewählt und hast ihn mit deiner Seelenfamilie abgesprochen, d. h. die Pläne von dir, deinem verstorbenen Sohn, deinem Vater und jetzt deinem Schwiegervater und vielen anderen Menschen in deiner Umgebung sind aufeinander abgestimmt. > Wir gehen 2 Schritte vor und 3 wieder zurück? Das kommt dir nur aus der Sicht deines derzeitigen Lebens als Teilseele während dieser Inkarnation vor. In Wirklichkeit, d. h. aus dem Blickwinkel der Vollseele, ist es IMMER ein Vorankommen. Du kennst doch den Spruch "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker"? Es ist nun mal so, dass wir an negativen Erlebnissen viel mehr wachsen, als an positiven. Und da es der Seele immer in erster Linie um das ERLEBEN, das LERNEN und das WACHSEN geht, ist jedes Ereignis, auch und gerade ein schlimmes, ein Gewinn. > Kommen wir nicht mehr dazu in unserem Leben unseren bisherigen Weg zu gehen? Wie euer zukünftiger Weg aussieht, kann dir niemand hier sagen. Einzig und allein deine Vollseele weiß es und natürlich auch dein Guide, der darauf achtet, dass du den Plan, den du dir vor deiner Inkarnation gewählt hast, auch einhältst. > Nach dem Tod meines Papas hat sich viel verändert für mich und die Familie und wir gehen andere Wege als vorher. Sind die verkehrt, so das wir wieder "umgeleitet" werden? Wie ich schon schrieb, KEIN Weg kann jemals verkehrt sein, denn er wurde ja sozusagen im Einverständnis mit dir selbst gewählt, bevor du hier inkarniert hast. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, aber du WOLLTEST all dies hier, was dich so viel Kraft kostet, erleben! Als Vollseele war dir ja vor deiner Inkarnation bewusst, dass du hier auf der Erde nur eine Rolle spielst und dass dir - so schwer diese Rolle auch momentan erscheint - als Vollseele in Wirklichkeit gar nichts passieren kann. Stell dir vor, du stehst als Schauspielerin auf der Bühne und wirst in dem Stück erschossen. Na und? Du weißt dann doch auch, dass nur der Schauspielerin Anja etwas passiert ist, aber in Wirklichkeit wurde dir hinter der Bühne kein Härchen gekrümmt! > Was soll mich dieser Plan lehren? Einen Teil deines Plans wirst ziemlich bald verstehen, wenn du eines Tages selbst wieder im Jenseits bist. Wie du aber vielleicht schon aus dem Wegweiser weißt, wirst du erst volle Planeinsicht haben, wenn du durch die Ankunftsebene und verschiedene Astralebenen ins Licht gegangen bist. Den Sinn des Plans schon hier während der Inkarnation zu verstehen, ist sehr schwer bis unmöglich und auch unsere Guides dürfen uns normalerweise nichts über unseren Plan verraten. Manchmal gelingt es aber, selbst zumindest kleine Puzzleteilchen zu einem verständlichen Ausschnitt zusammenzusetzen, aber das kann man nicht erzwingen. Wenn du auf diesem Gebiet weiterkommen möchtest, solltest du dich ganz intensiv mit dem "Wegweiser" beschäftigen, denn viele deiner Fragen zeigen, dass du die Zusammenhänge noch nicht ganz klar erkennst, aber keine Bange, das ist jedem von uns anfangs so gegangen :-)! Liebe Grüße Coco
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Wieviel kann der Mensch verkraften?
Posted from 62.104.223.68 by Anja on August 17, 2003 at 22:13:54: In Reply to: Wieviel kann der Mensch verkraften? posted by Coco on August 17, 2003 at 15:44:16:
Liebe Coco!
Danke für deine lieben Worte die mir ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Am schlimmsten für mich, ist es eine Mutter zu sein, die das ganze einer 7 jährigen Tochter versucht "Kindgerecht" zu erklären. Einzig positiv ist es, dass unsere Tochter gelernt hat ihren Gefühlen eher nachzugeben und zu reden. Mal sehen was der Plan uns noch alles für Aufgaben stellt?! Liebe Grüße! Anja
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Wieviel kann der Mensch verkraften?
Posted from 62.104.223.68 by Anja on August 17, 2003 at 22:20:31: In Reply to: Wieviel kann der Mensch verkraften? posted by Sibylle2 on August 17, 2003 at 15:14:01:
Liebe Sibylle,
genau wie du bin ich auch jemand, der sich im Leben immer schwierigen Aufgaben stellt. Mag sein das deshalb unsere Pläne etwas "krasser" ausfallen, wie sicher bei vielen hier, die auf diese Seite gefunden haben. Es tut mir sehr gut meine momentanen Gefühle hier zu hinterlassen und Feedback dafür zu bekommen. Vielen lieben Dank für deine Antwort und auch dir viel Kraft für deine Aufgaben. Gruß Anja
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Wieviel kann der Mensch verkraften?
Posted from 217.238.61.157 by Triste on August 19, 2003 at 02:54:13: In Reply to: Wieviel kann der Mensch verkraften? posted by Sibylle2 on August 17, 2003 at 15:14:01:
Hallo Sybille2,
ja wir werden unsere Lieben wiedersehn! Damit machen sie uns ja irgendwie ein Geschenk - wir habens leichter wenn der Tod dann mal naht! Sie mussten ja aleine ohne uns vorausgehn. Ich denke die werden uns schon einen tollen Empfang bereiten da freu ich mich drauf! Liebe Gruesse, Triste
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