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Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen?[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ Forum ]
Posted from 217.147.98.148 by Cassiopeia on June 04, 2003 at 16:22:20:
Hallo,
vor fast einem Jahr verstarb meine liebste Freundin plötzlich an einem Aneurysma. Sie wurde "nur" (aus meiner Sicht) 37 Jahre alt. Damals las ich sehr viel Literatur (von Moody, Elisabeth Kübler-Ross und die Bücher von Bernard Jacoby und noch einiges mehr). Irgendwann hat mich auch Eure Seite im Internet gefunden. Teilweise konnte ich mich mit dem WW auseinandersetzen, in den letzten Monaten leider nicht, weil ich beruflich zu sehr eingespannt bin, und es z.Z. nicht schaffe darin zu lesen. Nun möchte ich aber doch eine Frage an Euch richten: "Wie geht Ihr mit Menschen (in diesem Fall Eltern) um, die den Tod eines geliebten Menschen nicht verkraften / verarbeiten können?" Ein wenig leicht Literatur von Kübler-Ross und eine sehr schöne Hör-CD von Jacoby habe ich den Eltern geschenkt, in der Hoffnung, dass die Beschäftigung mit dem Thema: "Was ist nach dem Tod" ihnen helfen mag. Den Eltern zu erzählen, das nach dem Tod nicht alles vorbei sein muss habe ich auch versucht. Sie hören zwar zu, aber die Worte prallen an ihnen ab. Wie Ihr vielleicht aus meiner Formulierung entnehmen könnt, fällt mir dies nicht sehr leicht. Ich muss dazu sagen, dass ich zwar die Hoffnung habe, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, aber die tiefe innere Überzeugung fehlt mir trotz allem was ich bisher gelesen und wahrscheinlich auch erfahren habe. Cassiopeia
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Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen?
Posted from 62.104.207.81 by A. on June 04, 2003 at 16:47:37: In Reply to: Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen? posted by Cassiopeia on June 04, 2003 at 16:22:20:
Hallo Cassiopeia, vielleicht kannst Du sie ermutigen, sich selbst mal auf die Website zu bemühen. Ist der Leidensdruck sehr groß, wird es keine allzu große Hürde sein, erst einmal ein bißchen zu lesen (wenn nicht um zu überzeugen, so doch erstmal zu trösten). Vielleicht sagst Du ihnen, wie viele Trauernde hier lesen (u. schreiben), wie viele hier Hilfe fanden u. daß die "Helfer" ebenso Betroffene sind/waren. Je nachdem, wie sie selbst es fühlen, kann ihnen das eine Hilfe sein. Eine Überzeugung aufzubauen, braucht etwas mehr Zeit und vor allem das Überwinden altbekannter Denkmuster. Schwer für Realisten/Atheisten; kann selbst ein Lied davon singen; jedoch habe auch ich nicht einfach einen GLAUBEN angenommen; das wäre zu einfach. Ich musste WISSEN, dass alles genauso ist, wie hier beschrieben, vorher hätte ich keinen Frieden gefunden. Ich habe auch mein einziges Kind verloren, und heute geht es mir wieder gut - dank dieser Site. Ich habe viel Zeit und Mühe aufgewandt, viel Literatur (auch und anfangs vor allem naturwissenschaftliche :-))verschlungen und die Sache sozusagen "von allen Seiten beleuchtet". - Ich bin mir heute sicher, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. Es ist schwer, Menschen zu überzeugen, wovon man nicht selbst so ganz überzeugt ist - ich kann gut verstehen, daß Dir das wohl nicht gelingen wird :-) Aber vielleicht gelingt es Dir, ihnen die "Richtung" zu zeigen. Beste Grüße, A.
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(3347)
Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen?
Posted from 217.84.124.143 by Adrian on June 10, 2003 at 01:55:36: In Reply to: Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen? posted by Cassiopeia on June 04, 2003 at 16:22:20:
Hallo Cassiopeia !!!
Es sind immer die äußeren Umstände, die einen Menschen (ein Elternpaar) zum Nachdenken anregen können. Gemäß Plan werden die Eltern entweder entsprechende Erfahrungen machen und anfangen weitere Fragen zu stellen oder sie lassen es bleiben. Du kannst nur einen kleinen Wegweiser spielen. Annehmen müssen es die Betroffenen. Mehr kannst DU nicht tun. Somit liegt es auch nicht mehr in deinem Verantwortungsbereich. Lasse diesen Eltern IHR Erleben. Es hat ALLES seinen (tieferen) Sinn. Lieben Gruss - Adrian - (der seinen über alles geliebten 2-jährigen Sohn "verloren" hat.)
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An A. - Wie kann ich wissen?
Posted from 62.227.77.54 by Julia on June 21, 2003 at 14:21:23: In Reply to: Wie kann man Eltern, die ihr Kind verloren haben helfen? posted by A. on June 04, 2003 at 16:47:37:
Hallo A.,
leider kenne ich Deinen wirklichen Nicknamen nicht. Ich habe Deinen Beitrag gerade hier gelesen, und es geht mir genauso wie es Dir vorher ergangen ist. Auch ich habe unzählige Literatur gelesen, verschiedene Jenseitsforen besucht, aber trotzdem kann ich nur an ein Jenseits glauben. Genau das ist der Punkt. Ich will es WISSEN! Dazu möchte ich sagen, dass ich im Laufe meines Lebens sehr viele geliebte Menschen verloren habe. Auch meinen Sohn vor vielen Jahren. Aber nicht nur das, vor einiger Zeit meine Mutter, meinen Lebensgefährten...Was kann ich denn tun, um um ein Jenseits zu WISSEN? Ich weiß es einfach nicht. Noch nicht einmal flackernde Lampen und verschiedene andere Zeichen geben mir das Wissen um ein Leben nach dem Tod und, dass ich die von mir geliebten Menschen wiedersehe. Kannst Du mir das sagen? Gruß Julia
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(3420)
An A. - Wie kann ich wissen?
Posted from 62.104.207.64 by A. on June 21, 2003 at 22:57:08: In Reply to: An A. - Wie kann ich wissen? posted by Julia on June 21, 2003 at 14:21:23:
Liebe Julia, leider bin ich gerade erst nach Hause gekommen und fühle mich ein wenig müde. Somit würde ich Dir vorschlagen, auf Deinen Beitrag erst morgen zu antworten. Ich hoffe, das ist o.k. für Dich. Eine gute Nacht Dir einstweilen, A.
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(3421)
An A. - Wie kann ich wissen?
Posted from 62.104.207.64 by A. on June 22, 2003 at 11:01:06: In Reply to: An A. - Wie kann ich wissen? posted by Julia on June 21, 2003 at 14:21:23:
Liebe Julia, nun zu Deiner Frage: Nachdem ich Deinen Beitrag gestern gelesen hatte, mußte ich selbst erstmal drüber nachdenken, was MIR eigentlich Sicherheit/Gewissheit gibt und ich wünschte mir, man möge mir im Schlaf in Form einer "jenseitigen" Antwort behilflich sein. Und tatsächlich träumte ich heute nacht davon, erwachte auch mitten in der Nacht und hätte also Gelegenheit gehabt, mir die sehr konkreten und für mich sehr befriedigenden Antworten zu diesem Zeitpunkt aufzuschreiben. - Leider war ich zu erschöpft, um nochmal aufzustehen, und so muß ich jetzt doch wieder mein eigenes Hirn bemühen (aber vielleicht fließt ja zumind. ein wenig unterbewußt Gespeichertes mit ein...:-)): Zunächst: Es ist nicht so, daß diese Sicherheit bei mir in jedem Augenblick gleichmäßig stark ausgeprägt ist - ich bin ein hoffnungsloser Zweifler und falle - nachdem ich ein paar Tage lang geradezu selig sicher und "wissend" schien - doch hin und wieder, wenn nicht gleich auf Null, so doch auf knapp darüber, zurück und stelle wieder ALLES in Frage. Fast scheint mir, ich DARF mich nicht ausruhen, und es würden immer wieder bewußt Zweifel gestreut, um nur ja die Materie nicht irgendwann in unerschütterlicher Sicherheit ad acta legen zu können. Zudem bin ich kein so begnadeter OBE-ler wie einige hier im Forum, denen es sogar gelingt, bewußt eine OBE herbeizuführen und sich an die abstrusesten Orte zu versetzen. Meine Medialität u. Sensitivität sind zwar gewachsen, jedoch hatte ich beispielsweise noch nie einen direkten Kontakt zu meinem eigenen Guide (er ist ein großer Schweiger....;-)), obwohl ich natürlich ebenso die oftmals zitierten "Selbstgespräche" führe, aus denen sich gelegentlich ein wirklich philosophischer Dialog und ganz unerwartete Antworten ergeben. Aber ich sehe sehr selten wirkliche Bilder dazu, das gelang mir bisher nur ein einziges Mal. (Nun ja, vielleicht ist das ja entwicklungsfähig). Es passieren mir immer mal wieder Dinge, die mit dem Verstand schwer zu erklären sind......dennoch versucht es das Kerlchen immer wieder, dominiert noch immer meine Gedanken. Aber ich habe gelernt, zu allererst auf mein Gefühl zu hören - das allerdings muß ganz, ganz schnell geschehen, darf nicht erst rational betrachtet werden - sonst gewinnt die Ratio wiedermal die Oberhand. In meinen schlimmsten "Glaubens"-Krisen z.B. kann ich mich ziemlich darauf verlassen, daß im Radio eines dieser beiden Lieder gespielt wird: "I'm alive" oder "It's a question of trust". Und dann durchströmt mich ein inniges, überwältigendes Gefühl von Sicherheit und "Behütet-sein" - ich kann es nicht erklären, nicht rational - aber es gibt mir meine Sicherheit zurück. Julia, was ist denn Glauben, was Sicherheit? WEISST Du, daß die Erde einen Äquatorumfang von 40075,017 km hat oder vertraust Du den Wissenschaftlern, die dies mittels Topographie und anhand physikalisch-mathematischer Formeln berechneten oder bist Du selbst mit dem Schneidermaßband losgezogen, um diese (durch Dich selbst ja zunächst nicht bewiesene) These zu verifizieren? Es gibt aber sicher gar keinen Zweifel für Dich, daß es sich genauso verhält, denn eine Menge kluger Köpfe haben das herausgefunden und bestätigt. Andererseits galten Kopernikus und Galilei zu ihrer Zeit geradezu als Ketzer und Scharlatane, da sie behaupteten, die Erde sei nicht der Mittelpunkt der Welt, sie sei statisch und die Sonne drehe sich um SIE. Lange Zeit galt dieses astronomische Weltbild als sicher und bewiesen, und der größte Teil der Menschheit war von der Richtigkeit vollkommen überzeugt - hatte er deshalb Recht? (Von der ersten Mondlandung, der ich andächtig im TV beiwohnte und an deren Authentizität bei mir jahrelang keinerlei Zweifel bestand, die sich - womöglich - nach Jahrzehnten nun aber doch als Fake der Amerikaner herausstellt, mal gänzlich zu schweigen *ggg*). Einsteins Rel.-Theorie besagt u. a. (und in SEHR groben Zügen! ;-)), daß Zeit (u. Raum), wie wir sie kennen und berechnen, keine feststehende Konstanten sind in Relation zu einem Subjekt/Objekt, welcher/s diese physikal. Grundgrößen nur subjektiv "als Beobachter" aus seiner jeweiligen Perspektive betrachten kann, noch dazu umgeben von einem Gravitationsfeld, welches ihm derzeit nicht erlaubt, über eine begrenzte Bewegungsgeschwindigkeit hinauszukommen; ein Objekt (optimalerweise und zu "Beweiszwecken" ein Mensch), welches/r in der Lage wäre, sich mit einer entsprechend veränderten (optimalerweise Licht-, da im Moment nichts schnelleres bekannt)Geschwindigkeit durch sie zu bewegen und damit ebenso die "Zeit" wie auch die Menge an "Raum" zwischen A. und B. zu verändern, könnte Einstein's Theorie (nicht nur empirisch) endlich beweisen. (Übrigens meine Filmtipps an dieser Stelle mal wieder: S. Kubricks "Odysee 2000" und "Contact" v. Zemeckis - die Autoren waren zu diesen Filmen wohl wahrhaft göttlich inspiriert worden :-)))...).
Leider ist uns das technisch momentan noch nicht möglich, aber ich habe die Hoffnung, daß die Menschheit auch dazu eines Tages in der Lage sein wird (wenn sie nicht zuvor den Planeten und sich selbst auslöscht....). Du wirst Dich fragen: Wozu dieser ganze Ausflug in die Welt der Wissenschaft? Nun, eigentlich ist das doch klar: Im Grunde genommen vertrauen wir auf naturwissenschaftlichem Gebiet schon seit Hunderten von Jahren den (oftmals Pseudo-) Wissenschaftlern, die uns mit ihrem Formelwerk und ihrer "Fachsimpelei" beeindrucken, an deren Richtigkeit wir keinerlei Zweifel haben. Sie WISSEN es eben, und wir VERTRAUEN ihnen - obwohl die Geschichte zeigte, wie selten wir eigentlich Grund dazu hatten. Und dennoch versuchen wir nicht im einzelnen, jede Gesetzmäßigkeit mit eigenen Händen/eigenem Hirn zu beweisen. Wir nehmen es hin; die Erde dreht sich, das Leben geht weiter....mehr oder weniger sinnvoll u. leichtfüßig. Wir lullen uns selbst mit diesem kindlichen Vertrauen gegenüber dem Können anderer Menschen ein. Die Krise und Infragestellung des Lebenssinns und von allem anderen kommt erst, wenn wir mit dem Tod einer geliebten Person konfrontiert werden. (Ja, leider ist das oft so; wir stellen das tiefgründige Denken im Laufe unseres Lebens oftmals ziemlich ein, halten es zumindest auf Sparflamme, solange nichts Dramatisches passiert, das Leben "fließt" u. wir nicht gezwungen werden dazu...). Und wir finden bei genauerer Betrachtung und Beschäftigung damit Phantastisches, geradehin und buchstäblich Unglaubliches heraus; wir befassen uns mit der Materie wie mit nichts zuvor in unserem ganzen Leben - eine neue, unbekannte Welt öffnet sich, und wir fühlen uns wie ein Entdecker unbekannter/unentdeckter Gefilde. Und dennoch trauen wir auch hier wieder anderen mehr als uns selbst. Wir vertrauen mehr auf die Majorität der Menschheit, die sagt: So IST es nicht, denn es KANN nicht so sein. Zu allem Unglück befällt uns auch noch hin und wieder ein Gefühl von Aussenseitertum: Warum um alles in der Welt können die nicht GALUBEN, nicht SEHEN, was ich sehe, warum kann ich sie nicht überzeugen/ überzeugen sie sich nicht SELBST? - Die Antwort ist in den meisten Fällen ganz einfach: Die Menschen schieben die Existenz des Todes weit von sich, wollen ihn nicht akzeptieren, obwohl sie wissen, daß keiner davon verschont wird - ein Paradoxon? Aber nein! Sind wir doch ehrlich: Wer von all den Forumslesern hat nicht durch einen Todesfall und einen damit verbundenen unerträglichen Leidensdruck hierhergefunden? Die wenigsten können behaupten, sie würden sich lediglich aus Interesse damit beschäftigen. Manche fühlen bereits seit Kindheit tief in sich, daß es "da noch mehr geben" muss, sind medial beispielsweise und wissen damit nur schwer umzugehen, haben stattdessen Angst, ihren Verstand zu verlieren. - Aber auch das fällt unter Lebenskrise/Leidensdruck. Die allerletzte Gewissheit werden wir (möglicherweise/schlimmstenfalls) erst im Moment unseres eigenen Todes erfahren; ich bin soweit, daß ich keinerlei Angst vor dem Tod habe (habe mir meine nachtodliche Realität und Existenz schon genauestens vorgestellt....*g*; wahrscheinlich werde ich mich noch ewig in astral tummeln, um mit meiner Tochter ein - immerhin astrales - Leben nachzuholen *ggg*...). Ich lebe sehr gern, aber ich habe auch kein Problem damit, sofort "den Löffel abzugeben". (Dann allerdings bliebe dieser Beitrag unvollendet, und deshalb will ich mich jetzt auch besser kurzfassen. Julia: Lerne, Dir selbst mehr zu vertrauen als anderen (...mich eingeschlossen *g*)! Und traue Deinem Gefühl mehr als Deinem Verstand! - Das ist eigentlich alles, was ich mit meinem langen Essay sagen wollte. Alles Liebe Dir, A.
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(3422)
An A. - Nachtrag - Fehlaussage
Posted from 62.104.207.64 by A. on June 22, 2003 at 11:08:12: In Reply to: An A. - Wie kann ich wissen? posted by A. on June 22, 2003 at 11:01:06:
....natürlich haben Kop. und Galilei eben NICHT behauptet, die Sonne drehe sich um die Erde u. die Erde sei statisch, sondern eben das Gegenteil......sorry....Hitze des Gefechts.... A.
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(3423)
An A. - Wie kann ich wissen?
Posted from 62.156.22.119 by Julia on June 22, 2003 at 17:26:14: In Reply to: An A. - Wie kann ich wissen? posted by A. on June 22, 2003 at 11:01:06:
Liebe A., vielen Dank für Deine Antwort. Auf mein Gefühl hören und nicht auf den Verstand oder andere Menschen. Es ist sicher wahr. Es ist nur so, dass ich nichts fühle. Leider empfinde ich nicht, wo meine Mutter, mein Freund jetzt sind, wie es ihnen geht. Ich bekomme aber Zeichen durch elektrisch ausgelöste Impulse, das schon.
Da ist auch noch eine andere Frage, die ich diesen Forumsbesuchern noch stellen muß, im Moment kann ich aber nicht so gut denken, daher muß ich das auf später verschieben. So, liebe Grüße Julia
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(3424)
@Julia
Posted from 62.104.207.64 by A. on June 22, 2003 at 18:28:33: In Reply to: An A. - Wie kann ich wissen? posted by Julia on June 22, 2003 at 17:26:14:
Hallo Julia, .....nein, nein....so habe ich es nicht gesagt und will es so auch nicht interpretiert wissen. Verstand ist wichtig, eine gesunde Dosis davon sollte man schon walten lassen. Aber im Zweikampf Verstand-Gefühl sollten wir uns darüber im klaren sein, daß unser Verstand eine sehr begrenzte Sicht hat - SEHR begrenzt, auch wenn wir uns womöglich für "intelligent" halten. Gefühl ist intuitives Wissen und kann nicht gefoppt/betrogen werden. (Jedoch muß ich an dieser Stelle nochmal die Gelegenheit nutzen, der Aussage eines kürzlichen Posters zu widersprechen: Wissen sei Macht, aber nichts wissen macht nichts: Man soll sich schon auch ein gewisses Grundwissen schaffen, wenn man nicht den Vorzug hat, durch ausgeprägte Medialität keiner weiteren "Beweisführung" mehr zu bedürfen, weil man sich auf diese Art seine eigenen "Beweise" beschaffen kann (und es einem damit egal sein kann, welche Argumente die mögliche Gegenseite ins Feld führt....). (;-)...). Überleg ruhig, bevor Du Deine Frage stellst - aber hab' keine Scheu! Liebe Grüße, A.
P.S.: Ich weiß im übrigen auch nicht, wo sich meine Tochter derzeit befindet. Aber das ist eben der Unterschied zum "richtigen Leben": Die Kontakte sind gänzlich anderer Natur geworden und lassen sich auch nicht mehr auf herkömmliche Art und Weise herbeiführen.
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(3426)
@A.
Posted from 62.227.77.228 by Julia on June 22, 2003 at 19:56:30: In Reply to: @Julia posted by A. on June 22, 2003 at 18:28:33:
Hallo A., Gefühl kann nicht betrogen werden. Da muß ich erst mal drüber nachdenken. Ich glaube, ich habe bisher immer gedacht, dass ich mich gefühlsmäßig schon häufig geirrt habe. (Heute kann ich einfach nicht denken, das Wetter...) Ich dachte immer, Gefühle könnten einen Menschen in die Irre leiten, der Verstand dagegen nicht. Wie Du vielleicht unschwer merkst, ist mein Gefühlsleben ziemlich kaputt. Die ganzen Schicksalschläge und kleineren unauffälligen Schmerzbereitungen der Mitmenschen sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Als vor 19 Jahren mein kleiner Sohn starb, bin ich mit ihm gestorben, Du weißt das, dass man völlig verzweifelt ist, weil man sein Kind nicht mehr beschützen kann und weil man nicht weiß, wie es ihm geht. Das war nur einer von vielen Schicksalsschlägen, viele waren vorher, viele nachher. Ich kann nicht sagen, dass ich gerne lebe, wirklich nicht. Ich lebe nur noch, weil es eine Sünde ist, sich das Leben zu nehmen. Ich glaube, das hat mit dem Tod meines Sohnes angefangen. Ich habe einmal an einen guten Gott geglaubt, der mich beschützt und der mich liebt. Seit damals kann ich das nicht mehr. Auch schon mit 15, als ich den Mann, den ich über alles liebte, verlor, hat mir das das Vertrauen in Gott genommen. Es ist nie wieder gekehrt. Dabei bin ich auf einem katholischen Mädchengymnasium, das von Ordensschwestern geleitet wurde, erzogen worden. Ich werde in Zukunft mal auf meine Gefühle achten. Danke für den Tip! Liebe Grüße Julia
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(3427)
@Julia
Posted from 62.104.207.64 by A. on June 22, 2003 at 20:08:37: In Reply to: @A. posted by Julia on June 22, 2003 at 19:56:30:
Liebe Julia, ja, jetzt geht mir wohl allmählich ein Licht auf.....Du bist streng religiös erzogen worden, hast ein vorgefaßtes Gottesverständnis und (sorry, wenn ich mich irre) offensichtlich noch nicht allzuviel auf diesen Seiten gelesen. Dies wäre allerdings empfehlenswert, denn es nimmt Dir als schöne Beigabe auch den akuten Schmerz. Nein, Gott beschützt uns nicht in erster Linie. Er läßt uns völlig frei entscheiden, wertet und beurteilt nicht, erlebt aber sich selbst durch unsere Erfahrungen (die mögen gut oder schlecht in menschlichem Sinne sein). Ein sehr gutes Buch, das ich immer wieder gern empfehle, ist "Gespräche mit Gott" von Neale Donald Walsch. Es wird Dein Gottesbild wohl ziemlich auf den Kopf stellen, aber Du wirst sehr viel besser mit dem Sinn hinter all dem (auch hinter "Gott") klarkommen. Liebe Grüße einstweilen v. A.
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