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Ich sehe Schatten, höre Geräusche, fühle Berührungen

Ich habe im Laufe der Zeit viele Zuschriften von Menschen bekommen, die sich nicht sicher waren, ob sie verrückt sind, weil sie Schatten sehen, Visionen haben, Berührungen empfinden, Kälte oder Wärme spüren, Geräusche hören, oder bei denen es ganz offensichtlich "geistert". Diese Menschen wissen meist nicht, worum es sich handelt, zweifeln oft an sich selbst, und trauen sich meist nicht, mit anderen darüber zu sprechen, um nicht für "krank" gehalten zu werden.

Vorab: diese Empfindungen sind NICHT ungewöhnlich, ja, sie sind sogar ziemlich häufig, nur will verständlicherweise keiner gerne darüber sprechen! Und es ist auch besser so, denn viele, die sich ihrem Arzt anvertraut hatten, sind schon in der Psychiatrie gelandet! Leider lehnt unsere Medizin paranormale Vorkommnisse noch immer grundsätzlich ab und betrachtet sie als Anzeichen einer Geisteskrankheit.

Wir haben schon viele dieser Fälle bearbeitet, konnten auch immer helfen, und ich will hier einen ersten Überblick darüber geben, worum es sich möglicherweise handeln könnte. Die Materie ist aber für den Laien zu komplex, und qualifizierte Hilfe wird deshalb oft nötig sein.

Viele Menschen sind sensitiv bzw. medial veranlagt, ohne es zu wissen. Die Medialität ist auch kein "abnormaler" Zustand, denn wir ALLE sind mehr oder weniger medial veranlagt! Wenn wir träumen, so befinden wir uns in der Astralebene, und wenn wir ein schlechtes Gewissen haben, oder wenn wir eine großartige Idee haben, so wurde uns die über den 6. Sinn von unserer eigenen Überseele übermittelt! Somit hat auch JEDER Mensch einen 6. Sinn, nur ist eben der Empfang bei einigen ausgeprägter als bei anderen! Menschen, die etwas fühlen können, z.B. dass gleich das Telefon läuten wird und dann eine bestimmte Person an der Leitung ist, oder die beim Gedanken an einen Verstorbenen ein warmes oder auch kaltes Gefühl empfinden, sind meist sensitiv. Und bei Menschen, deren Sensitivität derartig ausgeprägt ist, dass sie Schatten aus den Augenwinkeln heraus sehen können oder gar Visionen haben, z.B. ein Körperteil, ein Gesicht, das frei im Raum schwebt, die Anwesenheiten fühlen, Schritte hören, bestimmte Gebäude meiden, die verstorbene Angehörige im Zimmer sehen, z.B. an ihrer Bettkante sitzend, die sich mit ihnen gedanklich unterhalten, auch oft Kinder, die mit "niemandem" sprechen, die sind oft medial veranlagt.

Medialität ist somit keine Krankheit, Medialität macht auch noch kein Medium, und Medialität ist weder eine Gabe, noch ein Fluch! Medialität ist eher eine Aufgabe. Wir haben sie uns selbst vor unserer Inkarnation auferlegt, und es geht jetzt darum zu lernen, mit dieser Medialität vernünftig umzugehen, damit sie nicht zum Fluch wird! Wir leben hier auf der Erde nicht für uns alleine! Die Erde ist nur eine Bewusstseinsebene, und es gibt viele Bewusstseinsebenen, und sie alle sind im selben geografischen Raum! Und somit ist auch der Geistergürtel hier bei uns, und ebenso das Jenseits! Wir sind von den Seelen der Verstorbenen nur durch unsere Schwingungen getrennt, nicht aber räumlich! Wenn also eine mediale Person einen Geist sieht, so hat sie NICHT unbedingt ein Problem mit einem Geist, sondern mit ihrer eigenen Medialität! Geister sind Seelen, und Seelen sind ÜBERALL, nur der "normale" Mensch kann sie weder sehen, noch hören oder fühlen, der mediale jedoch schon.

Kommt es also zu Problemen, so müssen wir zwischen nichtmedialen und medialen Menschen unterscheiden.


Nichtmediale Menschen

Bei nichtmedialen Menschen ist es ziemlich einfach. Es gibt eigentlich nur drei Möglichkeiten:

- Der Anruf von drüben:

ein Angehöriger ist kürzlich verstorben, und er "meldet" sich von drüben, will also damit sagen, dass er gut angekommen ist und noch LEBT! Ist die Person etwas sensitiv, so hat sie dabei ein angenehmes Gefühl und gewöhnlich auch keine Angst. Dieser "Anruf" kann oft als luzider Traum erfolgen, und jeder, der einen luziden Traum hatte, weiß auch sofort, dass das kein normaler Traum war! Dieser "Anruf" kann aber auch durch Zeichen erfolgen, z.B. dass eine Uhr stehen bleibt, das Bild des Verstorbenen auf dem Regal oder im Schrank wandert, oder Gegenstände verschwinden und woanders auftauchen. Oft haben diese Gegenstände eine Beziehung zum Verstorbenen. Versteht der Hinterbliebene die "Botschaft", so kann er mit dem Verstorbenen sprechen, laut oder in Gedanken, und ihn bitten, mit der "Geisterei" aufzuhören.

- Der Hilferuf von drüben:

ein Angehöriger ist kürzlich verstorben, oft durch Suizid, und der Hinterbliebene hat ein ungutes Gefühl, Angstzustände, Frösteln, Unwohlsein, einen schlechten, unruhigen Schlaf, negative Träume vom Verstorbenen, oder Visionen, in denen der Verstorbene leidend und unglücklich aussieht. Hält diese Unruhe an, so besteht die Möglichkeit, dass die Seele des Verstorbenen Probleme hat. Das kann bedeuten, dass sie im Geistergürtel hängt, dass sie es also nicht "rüber" geschafft hat, dass sie nicht weiß, dass sie 'tot' ist, nicht tot sein will, oder sich einbildet, dass sie erst noch etwas auf der Erde zu erledigen hat. Besonders Seelen von Menschen, die NICHT an ein Leben nach dem Tod glaubten, haben oft Probleme, weil sie davon ausgehen, dass man nach dem Sterben "mausetot" ist, dass also alles "aus" ist, und sie meinen dann, dass sie doch nicht tot sein KÖNNEN, denn es hat sich ja nichts geändert, außer dass kein Lebender sie sieht, hört und versteht, obwohl sie ständig nach ihnen rufen!

Diese Seelen brauchen professionelle Hilfe von einem qualifizierten Medium. Es reicht nicht, ihnen zu sagen, sie sollen rübergehen, oder für sie zu beten!

- Poltergeist

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um einen Geist, der ziemlich unfreundlich ist, Gegenstände bewegt, Bücher aus dem Regal wirft, Möbel umschmeißt, und so zur Plage wird.

Auch diese Seele muss professionell entfernt werden. Gutes Zureden, Ausräucherungen, Beten oder Beschwörungen sind völlig sinnlos.



Mediale Menschen

Hier wird es wesentlich schwieriger. Der mediale Mensch muss verstehen, dass wir hier mit den Seelen der Verstorbenen zusammenleben, und dass er sie eben wegen seiner Medialität sehen und fühlen kann. Somit sind diese Seelen nicht ungewöhnlich und auch kein Problem, das Problem liegt nur darin, dass er vielleicht nur noch nicht weiß, dass er medial ist, und wie er mit seiner Medialität umzugehen hat!

Medialität läuft meist in der Familie. Oft ist die Mutter, Oma oder Tante medial, legt Karten, fühlt Seelen, oder spricht oft übers Jenseits. Ein Mensch kann von Geburt an medial sein, oder erst später im Leben medial werden. Kinder sind häufig medial, unterdrücken diese Veranlagung dann aber meist, wenn sie deswegen oft genug geschimpft wurden ("der hat zuviel Fantasie"). Die Medialität kann auch erst später auftreten, z.B. durch eine schwere Erkrankung, oder durch Entbindungen. Die Entbindung ist dabei aber nicht die Ursache, sie ist nur der Auslöser! Die Ursache ist immer der Lebensplan dieses Menschen.

In den meisten Fällen, die wir bearbeitet haben, war die Medialität nur ein "Weckruf". Es ging also nur darum, dass dieser Mensch fühlen sollte, dass es ein Jenseits gibt, dass es keinen Tod gibt, und dass das Leben nach dem irdischen Tod weitergeht. Ein Weckruf bedeutet nicht, dass die mediale Person jetzt ein Medium werden soll! Es gibt sehr viele mediale Menschen, aber nur relativ wenig qualifizierte und seriös ausgebildete Medien! Die meisten "Medien" sind nur medial, haben sich nie vernünftig über die jenseitigen Welten gebildet, verstehen oft den Sinn und Zweck, sowie den Lebensplan nicht, und ihre Jenseitsauffassung entspricht oft ihren persönlichen oder religiösen Vorstellungen. Wir hatten leider schon einige Klienten, denen von selbsternannten "Medien" sehr viel Angst eingejagt wurde, z.B. dass sich eine Seele rächen möchte, oder dass ein Fluch auf dieser Person lasten würde.

Wer medial ist oder wurde, wird wohl oder übel lernen müssen, mit seiner Medialität vernünftig zu leben! Manche gehen zum Arzt und lassen sich Medikamente verschreiben. Es ist aber nicht gesund, Psychopharmaka über einen langen Zeitraum einzunehmen, und die Gefahr in der Psychiatrie zu landen, besteht dabei auch. Es ist also besser, sich zu bilden und die eigene Medialität unter Kontrolle zu bekommen!

Je nach Ausgeprägtheit dieser Medialität, kann es sich nur um gelegentliche Schatten aus den Augenwinkeln heraus handeln, es kann aber auch so schlimm werden, dass Türen knallen, Teller durchs Zimmer fliegen, Herdplatten glühen, und der Betreffende angefasst oder gar angegriffen wird! Das größte Problem ist am Anfang immer die Angst, die der Mediale hat! Und diese Angst MUSS überwunden werden, denn sie ist die Ursache für seine Probleme, und auch der Schlüssel dazu, sie wieder los zu werden!

Der Mediale muss verstehen, dass wir ALLE hier mit einem Heer von verlorenen Seelen im erdnahen Bereich zusammenleben, nur bemerkt der nichtmediale Mensch diese nicht. Der Mediale aber kann sie sehen, fühlen oder hören, und was noch schlimmer ist, diese Seelen merken es sofort, wenn sie auf ihrer Wanderung an eine mediale Person geraten sind, und versuchen sich dann natürlich auch bemerkbar zu machen! Man muss diese Seelen verstehen, sie irren oft schon jahrelang umher, wissen nicht wohin, keiner sieht und hört sie, und sie suchen einfach jemanden, der sie sehen KANN, und mit dem sie kommunizieren können! Der Mediale wird erkannt, weil seine Medialität aus seiner Aura abgelesen werden kann, und natürlich durch seine Reaktion auf diese Seelen! Man kann somit sagen, dass Mediale verlorene Seelen aus dem Geistergürtel anziehen, wie ein Leuchtturm das Boot in der Finsternis, und wenn der Mediale nicht lernt, mit seiner Medialität umzugehen, dann ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis er einen Scherzbold oder einen verbitterten Poltergeist im Haus hat!

Wir unterscheiden diese Seelen in:

- Seelen von kürzlich Verstorbenen, die im Geistergürtel gelandet sind. Diese sind meist harmlos und verwirrt. Sie wissen nicht, wo sie sind, und sie haben noch nicht gelernt, wie man "geistert", wie man also Gegenstände bewegt. Sie suchen nur nach Hilfe und sind überwiegend harmlos und gutmütig. Viele sitzen nur irgendwo herum, einige wandern bereits umher.

- Ortsgebundene Seelen. Auch diese sind meist harmlos. Sie sind oft an ihre frühere Wohnung gebunden, d.h., sie leben in ihrer alten Umgebung. Einige leben in einer Art "Zeitkapsel", d.h., für sie ist die Zeit stehen geblieben. Sie sehen die heutigen Bewohner der Wohnung NICHT, sie sehen die Wohnung vielmehr so, wie sie zu ihrer Zeit aussah.

- Wandernde Seelen. Auch diese sind meist gutmütig, sind aber oft schon längere Zeit drüben und unterwegs. Sie sehen Mediale und nehmen gerne Kontakt zu ihnen auf. Wir hatten schon Fälle, in denen sich eine wandernde Seele im Zimmer einer medialen Person eingenistet hatte. Sie suchte nur ein "Zuhause" und den Kontakt zu Menschen.

- Foppgeister. Diese Seelen freuen sich, wenn sie Menschen verarschen können. Oft tauchen sie beim Gläserrücken auf, geben sich als die gerufene Seele aus, und die oft laienhaften Menschen können nicht zwischen der hochschwingenden Seele ihrer Oma (die sie wegen ihrer hohen Frequenz nicht empfinden können), und der niedrig schwingenden Seele eines Foppgeistes unterscheiden. Diese Seelen versuchen oft zuerst das Vertrauen der Gläserrücker zu gewinnen, um sich dann später einen Spaß zu erlauben.

- Poltergeister. Diese Seelen sind oft sehr verbittert und auch bösartig. Sie lassen oft ihren Frust an Menschen aus. Poltergeister können einen Menschen nicht direkt angreifen, aber sehr wohl durch herumfliegende Gegenstände verletzen.


Neben diesen niedrigen Seelen, hat der Mediale aber auch oft Kontakt zu Seelen im Licht, sei es zur Seele eines Angehörigen, die er durch ein Gefühl der Wärme und Liebe erkennen kann, oder zu seinem Guide! Guides, wenn sie nicht warm und freundlich mit dem Medialen kommunizieren, verhalten sich oft wie kleine Poltergeister, um den Medialen auf seine Medialität aufmerksam zu machen! Das ist dann immer ein "Weckruf"! Guides sind aber nie bösartig.



Maßnahmen, Verhaltensweisen

Vorab: Es gibt kein Mittel, keine Ausräucherung, um diese Seelen loszuwerden! Und alle Geisteraustreiber, die für ihre fragwürdige "Dienste" viel Geld verlangen, verstehen entweder nichts von der Materie, oder sind unseriös! Hier hilft nur die Selbsthilfe.

Der Mediale MUSS zuerst seine Angst loswerden, denn diese macht alles nur noch schlimmer! Er muss verstehen, dass verlorene Seelen im Geistergürtel normal sind, dass er sie -im Gegensatz zum "normalen" Menschen- eben sehen und fühlen kann, und dass sie auch schon vorher da waren, bevor er medial wurde! Und man kann diese Seelen auch nicht alle einsammeln und rüberbringen, dazu sind es zu viele, und dafür gibt es nicht genügend qualifizierte Medien! Er muss also lernen, MIT ihnen zu leben! Der erste Schritt ist somit, die Angst zu überwinden.

Als nächstes muss er feststellen, um welche Seele es sich handelt. Ist die Seele "warm", "hell" und freundlich, so ist es eine Seele aus dem Licht und ein Freund! Vor ihr braucht er keine Angst zu haben, und viele Mediale lernen dann auch, mit ihr gedanklich zu kommunizieren. Diese Seelen sind meist fürsorglich und beschützend. Oft sind es verstorbene Angehörige, die ein Auge auf ihre lieben Hinterbliebenen werfen.

Fühlt sich die Seele "kalt" und "dunkel" an, so ist es eine niedrigschwingende Seele im Geistergürtel. Es ist nicht sinnvoll, mit ihr Kontakt aufzunehmen! Je mehr sich ein Medialer mit ihr einlässt, umso schwerer wird er sie wieder los! Und oft nistet sie sich dann ein und bringt noch ihre "Freunde" mit ins Haus...

Als nächstes sollte der Mediale feststellen, ob es sich immer um die selbe Seele handelt, auch nur um eine, oder um verschiedene und mehrere. Ist es nur eine, so besteht die Möglichkeit, dass diese Seele ortsgebunden ist, und ortsgebundene Seelen sind oft hartnäckig und schwer zu entfernen. Dazu sollte er professionelle Hilfe durch ein qualifiziertes Medium anfordern.

Sind es aber viele und verschiedene, so sind das oft Seelen auf Wanderschaft, die durch seine Medialität angezogen werden! In diesem Fall kann sich der Mediale selbst helfen, indem er seine Wohnung zu SEINEM Gebiet erklärt, und diese Seelen höflich aber bestimmt auffordert, seinen Bereich UMGEHEND zu verlassen! Das MUSS aber furchtlos und mit großer Überzeugung ausgedrückt werden, denn man kann Seelen nicht anlügen! Die Seele fühlt diese Überzeugung und respektiert sie dann auch! Hat der Mediale aber Angst dabei, so wird er nicht ernst genommen!

Viele Mediale, die keine Hilfe hatten, litten so sehr und auch lange genug, bis sie schließlich so wütend wurden, dass sie dadurch ihre Angst überwunden hatten, und auch ihren Willen "zum Kampf" um ihre Wohnung unbewusst zum Ausdruck brachten. Erst nach dieser Wut wichen diese Seelen und blieben von da ab der Wohnung fern! Ein Medium kann erkennen, ob der Bewohner ängstlich oder furchtlos ist, da seine Wut und Furchtlosigkeit die Wohnung praktisch für Eindringlinge "versiegelt". Die Angst dagegen ist wie eine offene Tür.

Handelt es sich aber um einen hartnäckingen Geist, sei es ein Foppgeist, ein Poltergeist oder eine ortsgebundene, friedliche Seele, so sollte professionelle Hilfe angefordert werden. Wir entfernen diese Seelen und bringen sie in die Astralebene. Wir machen das medial, ein Hausbesuch ist dazu nicht erforderlich, und wir helfen, damit diese Seelen endlich ins Licht gehen können. "Medien", die dazu ins Haus kommen, die Wohnung ausräuchern, oder sog. Geisterjäger, und die dafür auch noch viel Geld verlangen, verstehen entweder nichts von Seelen, oder sind unseriös.

Im Forum stehen bereits einige Beiträge zu diesem Thema, die auch z.T. im Wegweiser durchs Forum aufgeführt sind. Unbedingt gelesen werden sollten:

Zum Thema Angst: GEISTER allgemein

Zum Thema Medialität: ERSCHEINUNGEN - GEISTER


Viele skeptische Menschen, die mit unserer Thematik noch nicht vertraut sind oder wissen möchten, ob an der sogenannten Esoterik etwas "dran" ist, wenden sich an die Wissenschaft. Dasselbe machen Journalisten, wenn sie einen Artikel über ein Thema aus unserem Fachgebiet schreiben möchten, denn wer könnte es schon besser wissen, als ein Professor oder gar mehr als 50 Wissenschaftler?

Ich habe die nachstehenden Seiten, Auszüge und Links ausgewählt, um zu demonstrieren, dass die Wissenschaft keineswegs eine einheitliche Meinung zu diesem Thema hat. Liest man sich genauer ein, so merkt man schnell, dass diese "Experten" eigentlich nicht wirklich etwas von diesem Fachgebiet verstehen. Sie haben ihre persönlichen Ansichten wie jeder andere auch, nur leider hat die persönliche Meinung eines Professors in unserem Land einen wesentlich höheren Stellenwert als die des Durchschnittbürgers, selbst wenn der Durchschnittbürger mehr von diesem Fachgebiet verstehen sollte als der so genannte Experte.

In den folgenden Beiträgen werden oft Wissenschaftler zu Wort kommen. Dabei fällt auf, dass sich die jüngeren unter ihnen überwiegend gegen dieses Thema aussprechen, während die ernsthaft daran Interessierten sich meist schon im Ruhestand befinden bzw. befanden. Das hat sicher nicht nur damit zu tun, dass der jüngere Mensch ein im Durchschnitt noch etwas niedrigeres Bewusstsein hat und der ältere im Angesicht des bevorstehenden Todes zwangsläufig ein stärkeres Interesse an dieser Thematik entwickelt, es zeigt auch, dass dieses Thema ein Karriere-Killer ist und dass sich kein Wissenschaftler öffentlich dafür einsetzen kann, solange er sich noch im Berufsleben befindet und noch weiter aufsteigen möchte!

Und zeigt dieser Punkt nicht auch, wie es wirklich um unsere Wissenschaft bestellt ist? Ist das noch saubere Forschung, wenn mehr zählt was Trend ist, was man tut und was nicht, als das ureigenste Interesse an der "Wahrheitsfindung"? Wie sehr kann man sich denn dann noch auf die Aussagen der Wissenschaft verlassen, wenn diese sich nur noch meinungskonform verhält? Können Forschungsergebnisse noch objektiv sein oder sucht man vielleicht nur nach einer Bestätigung der eigenen oder gerade gängigen Ansicht?

Was mich betrifft, ich begann meine Forschung einzig und allein deshalb, weil ich wissen wollte, ob nach unserem Tod noch etwas kommt und falls ja, was genau. Ich war alt genug, um von niemandem mehr abhängig zu sein, und jung genug, dass es mir nicht darum ging, mir einen "Platz im Himmel zu sichern". Uns geht es um die Wahrheit, egal, wie diese auch aussehen mag und egal, ob sie uns gefällt oder nicht. Wir haben weder persönliche noch wirtschaftliche Interessen, und das unterscheidet uns von vielen Wissenschaftlern. Wir wollen forschen, aufklären und helfen und nicht gefallen oder missionieren.

Lassen wir einige dieser "Experten" zu Wort kommen:

Diese Experten hier sind auf der Seite Who is who der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP) aufgelistet, und wer sich auf dieser Seite einliest, erkennt sehr schnell, was diese Gesellschaft von den verschiedenen Gebieten hält: Ob es um Außerirdische, Homöopathie, Spiritismus oder UFOs geht: Alles Unsinn, Betrug, Schwindel und Ignoranz!

In einem Interview antwortet Dr. Harald Lesch, Professor für theoretische Astrophysik an der Universität München:

    Dr. Harald Zaun: "In den nächsten zehn Jahren wird eine ganze Armada von Forschungssonden zum Mars fliegen. Auch der Jupitermond Europa wird demnächst irdischen Besuch erhalten. Glauben sie, dass wir in unserem Sonnensystem irgendwann und irgendwo einmal Leben in Gestalt von Mikroben vorfinden werden?"

    Prof. Dr. Harald Lesch: "Ich bin ziemlich sprachlos über den Optimismus, den einige amerikanische Kollegen an den Tag legen. Nein, ich glaube nicht, dass wir einen direkten Beweis für Leben in unserem Sonnensystem jemals finden werden. Der Mars ist für mich kein Thema, da er einfach knochentrocken ist. Dort hat es nie Leben gegeben. Ich wundere mich immer wieder darüber, wieso so viel darüber spekuliert wird, dass auf dem Mars jemals Wasser war. Beim Mars haben wir es vielmehr mit einem Planeten zu tun, der seit mehreren Hundertmillionen Jahren unbeschreiblichen Staubstürmen ausgesetzt ist. Auf seiner ausgedörrten Oberfläche gibt es nicht den leisesten Hinweis für irgendein organisches Molekül. Aber genau dies sollte man dort eigentlich vermuten, da der Mars wie die Erde dereinst von unzähligen Meteoriten, die organische Moleküle bis hin zu Aminosäuren tragen, bombardiert wurde. Bei alledem prasselt die solare UV-Strahlung auf den Roten Planeten derart gnadenlos, dass organisches Material nicht den Hauch einer Überlebenschance hat."

Goethe sagte: "Der Mensch sieht nur, was er versteht." Auf unsere Wissenschaft bezogen heißt das, sie kann sich nicht vorstellen, dass es in unserem Sonnensystem Leben gibt, weil sie Leben rein irdisch definiert! Ja, irdisches Leben braucht Wasser, besteht aus organischen Molekülen und wäre auf dem Mars nicht lebensfähig. Aber wer sagt denn, dass Leben nur als irdisches Leben existieren kann? Das ist doch Scheuklappendenken!

Wer sich die Artikel der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. zu Gemüte führt, wird schnell erkennen, dass die Mitglieder dieser Gesellschaft von der Schöpfung nicht viel mehr verstehen als der Leser selbst, dass sie jedoch eine oft überzogene Arroganz zur Schau stellen, die nicht auf Wissen beruht, sondern lediglich auf ihren akademischen Titeln! Zwar habe ich unser Ressort nicht auf deren (inzwischen nicht mehr vorhandenen) Link-Seite gefunden, doch vermute ich, dass wir - wie Paranormal.de - als "abschreckendes Beispiel" dafür bezeichnet würden, "wie sich Lieschen Müller die Parapsychologie vorstellt." Ja, Lieschen Müller versteht vielleicht nicht viel von Parapsychologie, aber meine Herren Professoren, auch ihr nicht, ihr bildet es euch nur ein!

So schreibt der Heidelberger Soziologe Dr. Edgar Wunder, der bis 1998 u.a. Redaktionsleiter der GWUP-Zeitschrift "Skeptiker" war, auf seiner Seite Skeptizismus.de:

Eine die realen Verhältnisse in "Skeptiker"-Organisationen gut umschreibende Begriffsbestimmung des Wortes "Skeptiker" stammt von R. Kakuska. Sie ist in dem Lexikon "Der Esoterik-Leitfaden" zu finden und sei hier zitiert:

Skeptiker: griech.: skepsis; Betrachtung, Überlegung. In der Alltagssprache bezeichnet dieses Wort einen Zweifler; wenn sich aber jemand in der Diskussion um Esoterik als Skeptiker einstuft, haben wir es zumeist mit einem "Ablehner" zu tun, der eben keinen Zweifel mehr hat, dass die ganze Sache Unsinn ist.

Skeptiker zu werden ist einfach: man muss nur die Mehrheitsmeinung übernehmen.

Um Skeptiker zu bleiben, sind einige Maßnahmen erforderlich. So wird's gemacht:

    1. Der Skeptiker befasst sich nicht mit "diesem ganzen Quatsch". Das schützt ihn vor einer manchmal überwältigenden Fülle von Fakten und Fallbeispielen, die seiner Überzeugung gefährlich werden könnten. Idealerweise kann sich der Skeptiker gar nicht vorstellen, dass es auf diesem Gebiet überhaupt so etwas wie Fakten geben könnte.

    2. Wird der Skeptiker doch einmal mit etwas konfrontiert, das seinen Unglauben erschüttern könnte, stehen mehrere Abwehrmanöver zur Verfügung:

      a) Er zweifelt die Glaubwürdigkeit aller Berichterstatter an.

      b) Er entwickelt sofort eine Vermutung, wie das rätselhafte Geschehen zustande gekommen sein könnte und überprüft diese Hypothese dann nicht. Gummibegriffe mit wissenschaftlichem Klang sind bei der Formulierung solcher Erklärungen sehr hilfreich: Koinzidenz, Suggestion, Placebo-Effekt, Unterbewusstsein etc.

      c) Der Skeptiker zitiert die Äußerung eines Professors, der so etwas auch nicht für möglich hält.

      d) Er fordert wissenschaftliche Beweise und hält alles für widerlegt, solange diese Beweise nicht erbracht werden. Ob die Wissenschaft das Thema überhaupt schon untersucht hat, spielt dabei keine Rolle. Im übrigen hält der Skeptiker jeden Wissenschaftler für dubios, der sich mit solchen Sachen beschäftigt. Die Gefahr, dass einmal befriedigende Beweise vorliegen, ist also gering.

In der Tat ist die bei selbsterklärten "Skeptikern" anzutreffende Form der Rhetorik, die stereotyp in Diskussionen um Parawissenschaften immer wieder entwickelt wird, dazu geeignet, die eigene Meinung und Weltanschauung grundsätzlich gegen alle denkbaren Einwände zu immunisieren. Insofern handelt es sich beim real existierenden "Skeptizismus" der "Skeptiker"-Bewegung um ein geschlossenes ideologisches System. Die wesentliche Funktion der "Skeptiker"-Bewegung ist es, dieses System und den damit verbundenen engen "Realitätstunnel" für die Mitglieder immer wieder neu sozial zu bekräftigen und damit zu stabilisieren.

Auch Dr. Stephan Matthiesen äußerte sich anlässlich seiner Entlassung als ehrenamtlicher Skeptiker-Redaktionsleiter (1999-2003) der GWUP gegenüber sehr kritisch.

Mit diesem Einleitungsartikel will ich der GWUP weder den Krieg erklären noch will ich sie auf dieselbe Weise ins Lächerliche ziehen, wie sie das mit allen Interessenten an der Paraphysik zu tun scheint. Ich will damit nur zeigen, dass zwischen Wissenschaftlern und "Lieschen Müller" hinsichtlich der Paraphysik kein großer Unterschied besteht: Beide verstehen nicht wirklich viel von diesem Thema, nur hat der eine einen Doktortitel und wird alleine schon deshalb als "Experte" angesehen.

Und damit wären wir wieder bei meiner Einleitung, in der ich davon sprach, dass wir gemeinsam forschen sollten und nicht gegeneinander. Die Verhaltensweise der Skeptikergemeinschaft unterscheidet sich nämlich nicht wirklich von der der Populär-Esoterik: Beide Gruppen machen einander nur gegenseitig schlecht. Aber so wird das doch nie etwas!

Deshalb rufe ich alle wirklich ernsthaft an der Forschung interessierten Wissenschaftler auf, sich an unserem Versuch zu beteiligen, das Sein wertfrei und frei von Polemik zu erforschen, egal, was dabei herauskommen mag! Uns geht es nicht darum, Ideologien und eigene Glaubensmuster zu verteidigen und gleichzeitig die Anhänger anderer Glaubensrichtungen zu diskreditieren, wir wollen nur wissen und verstehen, wie unser Sein funktioniert.

Wir haben viel zu bieten. Eigentlich brauchen wir die Wissenschaft nicht, doch in unserer Gesellschaft, die so sehr auf die Wissenschaft fixiert ist, von ihr aber keine brauchbaren Antworten erhält, erscheint mir eine derartige Zusammenarbeit sinnvoll. Wir könnten die Wissenschaft wirklich unterstützen und sie könnte uns zu mehr Anerkennung verhelfen.

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