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Parallelen zu den Religionen
Beitrag von Edgar Reifig

Wie verhält es sich mit dem Spiritismus in Bezug auf die Weltreligionen und deren Splittergruppen und Sekten? Auch wenn es manchem Gläubigen auf den ersten Blick unverständlich erscheint oder sogar scheinbar nicht mit seinem religiösen Verständnis vereinbar ist, muss zunächst festgestellt werden: Der Spiritismus ist mit jeder Religion dieser Welt vereinbar, und bei genauerer Untersuchung sind alle Religionen sogar auf der Basis des Spiritismus entstanden. Spiritistische Durchgaben, also Eingebungen eines Geistes sind in jeder Religion der Auslöser, der Grundstein für den jeweiligen Glauben gewesen.

Jedem Glaubensstifter war es ein Anliegen, seine Anhänger ebenfalls diese Eingebungen erfahren zu lassen, also aktueller ausgedrückt, aktiven Spiritismus, in welcher Form auch immer, zu betreiben. Doch insbesondere in den semitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) war der weltliche Machthunger der nachfolgenden geistlichen Religionsführer größer als ihr Glaube. Das führte dazu, dass die Machthaber der einzelnen Religionen den Spiritismus und die wahre Erkenntnis im Interesse der eigenen Macht und Einflussnahme zu unterbinden suchten.

Welches Glaubensbekenntnis die einzelnen Religionen auch immer vertreten mögen, der rote Faden durch alle Dogmen ist immer die geistig vermittelte Eingabe und der Drang zum Guten. Ob man ihm nun den Namen Gott, Jahwe, Jehova, Allah, Nirvana oder Manitou gibt, ist dabei drittrangig. Beim Drang zum Guten gibt es Ausnahmen, auf die wir im Kapitel "Heidnische Religionen" noch zu sprechen kommen.

Die geistige Welt hat in den verschiedenen Erdteilen scheinbar widersprüchliche und andersartige Erklärungen gegeben, die den Sinn des Lebens widerspiegeln. Diese unterschiedlichen Durchgaben begründen sich dadurch, dass die Geisterwelt ihre Mitteilungen den jeweiligen Kulturen angepasst hat. Es wurde immer der Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Entscheidend ist, dass die Weltreligionen ihre gemeinsame Basis erkennen und auf dem Weg des roten Fadens eine gegenseitige Anerkennung und Zusammenarbeit anstreben sollten.

Der Dalai Lama z.B. scheint diese Erkenntnis bereits gewonnen zu haben. Auf das Ergebnis einer Umfrage, der zufolge der Dalai Lama für 28% aller jungen Deutschen ein Vorbild sein soll, gab er zu bedenken:

"Die Menschen im Westen sollten der eigenen Religion folgen. Es ist nicht gut, zu wechseln. Das schafft nur innere Konflikte – man verliert seine Wurzeln."

In der Hoffnung, dass diese und noch andere Erkenntnisse uns allen zuteil werden, beleuchten wir die verschiedenen Religionen in den folgenden Kapiteln mit dem Licht der guten Geisterwelt.


Das Christentum

Die Lehre Jesu Christi ist das vorherrschende Dogma der westlichen Welt (wenn man vom materialistischen Kapitalismus einmal absieht). Die eigentliche Botschaft Jesu, die Lehre der Nächstenliebe, wird allgemein anerkannt und auch mehr oder weniger umgesetzt. Aber in den christlichen Gemeinden macht man sich wenig Gedanken darüber, wie Jesus dazu kam, seine Lehre zu verbreiten, und wie er sie selber umgesetzt hat. Er ist ja wie jedes andere Kind zunächst normal aufgewachsen und musste seine Mission erst als solche erkennen. Woher hatte er also die Erkenntnis, Sohn Gottes zu sein und worin seine Mission bestand?
Jesus zog sich oft in die Berge zurück, abseits allen Geschehens und aller Störungen, und verbrachte diese Zeit in Gebet und Meditation. Ein Vorgehen übrigens, das schon den früheren Propheten zu ihren Erkenntnissen und Visionen verholfen hatte. Er bekam hier auch Antworten, denen Belehrungen folgten. Diese Belehrungen erfolgten durch Engel, also durch Geister Gottes. Jesus hatte also eine sehr ausgeprägte mediale Veranlagung, die auch Voraussetzung war, für die vielen Heilungen und Wundertaten, die er vollbrachte.

Die Bibel ist voll von spiritistischen Phänomenen, und an den Gesetzmäßigkeiten, unter denen sich diese Phänomene vollzogen, hat sich bis heute nichts geändert. Jesus betonte auch mit allem Nachdruck, dass jeder ihm seine Wunder gleichtun könne, wenn er nur den festen Glauben habe. Dieser Glaube musste durch Belehrungen in Gottesdiensten wachsen, und die frühchristlichen Gottesdienste waren rein spiritistischer Natur, und in ihnen offenbarte sich die gute Geisterwelt Gottes, die Jesus seinen Jüngern verheißen hatte. Wo immer in der Bibel vom "heiligen Geist" die Rede ist, sind Geister Gottes gemeint, die uns belehren und in unserer Entwicklung unterstützen. So war z.B. das Pfingstereignis ein absolut spiritistisches Phänomen. Es wird berichtet, wie die Jünger in "Zungen redeten", also in einer Sprache redeten, die sie nie gelernt hatten. Dieses Phänomen ist auch heute noch in spiritistischen Gottesdiensten gelegentlich zu beobachten. Ein Geist bemächtigt sich also des Körpers des medial Begabten und benutzt ihn als Instrument für seine Durchgaben.

Die nach dem Jakobusbrief frühesten schriftlichen Dokumente der Bibel sind die Paulusbriefe, in denen der Apostel Paulus auch immer wieder seine Gemeinden dazu aufruft, sich um gute Geister zu bemühen. Im ca. 55 n.Chr. geschriebenen 1. Korintherbrief schreibt er in Kap. 12:
"Was aber die Geistbegabten betrifft, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unkenntnis lassen. Ihr wisst, dass, als ihr Heiden wart, euch zu den stummen Götzen unwiderstehlich hinziehen ließet, wie ihr eben hingezogen wurdet. Daher tue ich euch kund, dass niemand, der im Geist Gottes redet, sagt: Ein Fluch ist Jesus, und niemand sagen kann: Herr ist Jesus, außer im heiligen Geist. Es gibt aber Verschiedenheiten in der Zuteilung von Gnadengaben, doch nur einen und denselben Geist, und es gibt Verschiedenheiten in der Zuteilung von Diensten, und nur einen und denselben Herrn; und es gibt Verschiedenheiten in der Zuteilung von Kraftwirkungen, doch nur einen und denselben Gott, der alles in allem wirkt. Jedem wird aber die Offenbarung des Geistes zum Nutzen der Gemeinde gegeben. Dem einen wird durch den Geist Weisheitsrede gegeben, einem andern aber Erkenntnisrede gemäß dem selben Geist, einem andern Glaube in demselben Geist, einem andern aber Gnadengaben zu Heilungen in dem einen Geist, einem andern aber wirkungsvolle Machttaten, einem andern Rede durch Eingebung, einem andern aber Unterscheidung der Geister, einem andern verschiedene Arten von Zungenreden, einem andern aber Auslegung der Zungenreden. Alles dies aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem für sich zuteilt, wie er will."

Diesen Worten des Apostels Paulus möge man entnehmen, dass der Spiritismus, sofern richtig angewandt, dem christlichen Glauben nicht widerspricht, sondern ihn, im Gegenteil, fördert, und in ihm auch einen Teil seiner Erfüllung findet. Ferner ist hier beschrieben, wie sich die medialen Gaben unterscheiden können, und dass so in einer christlichen Gemeinde auch in den Gottesdiensten, wo sich die guten Geister Gottes offenbaren, jeder seine Aufgabe in ergänzender Weise hat.

Hier noch zur Bestätigung ein weiteres Zitat des Paulus:

"So sollt auch ihr, da ihr euch eifrig um Geister bemüht, danach trachten, dass ihr zur Erbauung der Gemeinde reich werdet." 1.Kor.14,12 (Hier ist gewiss kein materieller Reichtum gemeint, sondern ein geistiger Reichtum)

Paulus ruft aber auch zur Vorsicht auf, denn damals wie heute teilten sich auch in den Gottesdiensten niedere Geistwesen mit, die sich einschleichen wollten:

"Den Geist löschet nicht aus, Reden aus Eingebung verachtet nicht! Alles aber prüfet, das Gute behaltet! Von jeder Art des Bösen haltet euch fern!" 1.Thess. 5,19

Leider sind diese frühchristlichen Wahrheiten verdrängt worden von Kirchenvätern, die mehr an ihre eigene Macht, als an das noch heute vernehmbare Wort Gottes dachten. So geriet dies alles in Vergessenheit und viele heutige Priester und höhere Kirchenebenen, die den Spiritismus verdammen, würde Jesus wohl mit den Pharisäern und Schriftgelehrten vergleichen, von denen er sagte, sie gleichen Hunden, die auf dem Futtertrog liegen. Sie fressen selber nicht davon und, noch schlimmer, sie lassen die Schafe nicht fressen, die so hungrig sind.

Das meint wohl auch Paulus im 1. Timotheusbrief 1,7:
"...indem sie Gesetzeslehrer sein wollen, ohne doch zu verstehen, weder was sie sagen, noch worüber sie zuversichtlich Behauptungen aufstellen." Und Judas, 19:
"Das sind die, welche Spaltungen hervorrufen, bloße Sinnesmenschen, die den heiligen Geist nicht bekommen haben."

So verhält sich zumindest die katholische Kirche, die ihren Mitgliedern in der römischen Kongregation von 1917 verbietet, an spiritistischen Versammlungen teilzunehmen. Das Urteil, ob Paulus im Jahre 55 oder der Vatikan im Jahre 1917 näher an der christlichen Wahrheit liegen, sei hier dem Leser überlassen.

Anders verhält sich hier die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD). Sie gründete 1975 unter Federführung des Pfarrers Helmut Aichelin (später Prälat in Ulm) einen Arbeitskreis "PSI und christlicher Glaube", der sehr zur Aufklärung und der Schließung der Lücke zwischen Spiritismus und Kirche beiträgt. Eines der Gründungsmitglieder ist Prof. Dr. Werner Schiebeler, dessen Werke ich an dieser Stelle dem geneigten Leser empfehlen möchte.

Gleichfalls eine andere Position zum Spiritismus beziehen christliche Kirchen wie z.B. die Pfingstler in Lateinamerika, oder die Anhänger der Spiritual-/Gospel-Gottesdienste in Nordamerika, wo mediale Durchgaben bei der Messe alltäglich sind.


Literaturempfehlungen:

Johannes Greber: "Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes – seine Gesetze und sein Zweck"
(Leider nicht im Verzeichnis lieferbarer Bücher enthalten, da vom Vatikan auf den Index gesetzt. Als Import erhältlich bei:
Esoterische Quelle Stgt. Tel.: 0711/2268688)

Prof. Dr. Werner Schiebeler: "Der Mensch und seine Bindung an Gott" ISBN 3-928867-00-8

Prof. Dr. Walther Hinz: "Neue Erkenntnisse zu Leben und Wirken Jesu" ISBN 3-85516-004-X

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