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Bewusstseinserweiterung trotz unterschiedlicher Realitäten?

Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage und Wochen fragte ich mich immer wieder, ob es denn überhaupt eine globale Bewusstseinserweiterung geben kann, solange wir Menschen noch durch so viele unterschiedliche Realitäten getrennt sind, und unter welchen Umständen diese dann überhaupt ablaufen könnte. Fakt ist, dass wir im Prinzip alle eins sind, Fakt ist aber auch, dass wir in höchst unterschiedlichen Realitäten leben, die eine gemeinsame Linie so gut wie unmöglich machen.

Wie sich das auswirkt, können wir täglich anhand des Libyen-Konflikts in den Medien erkennen:

Der Westen will die Rebellen in ihrem Kampf gegen das libysche Regime unterstützen, der Osten wirft dem Westen vor, dass es diesem nicht um humanitäre Hilfe, sondern um Einfluß, Exporte und Öl gehe. Die Türkei will sich dem Westen zwar anschließen, will sich jedoch nicht gegen die eigenen Glaubensbrüder stellen. Im Prinzip handelt jedes Land nur im eigenen Interesse und nicht aus humanitären Gründen.

Innenpolitisch verhält es sich ähnlich: Die Linke ist gegen eine Einflussnahme, weil die USA an der Unterstützung beteiligt sind und die Linken grundsätzlich gegen alles stehen, wofür die USA sind. Laut einer Meinungsumfrage vom letzten Samstag war ca. ein Drittel der deutschen Bevölkerung grundsätzlich gegen ein Eingreifen, ein Drittel war dafür, solange das jemand anderes tut und ein Drittel war für eine aktive Beteiligung Deutschlands.

Diese Situation zeigt auch das opportunistische Verhalten der Politiker in Anbetracht der bevorstehenden Landtagswahlen. Da die Mehrheit der Bürger gegen Krieg ist, verzögerte die deutsche Regierung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Abstimmung. Das führte zu einer Isolierung Deutschlands in der Welt und zu einer Assoziation Deutschlands mit den diktatorischen Mächten Russland und China. Inzwischen ist dazu noch Streit unter den NATO-Partnern ausgebrochen, wie auch innerhalb der arabischen Gemeinschaft.

Dem Betrachter muss spätestens hier auffallen,

  • dass die Politik weltweit durch engstirnige Eigeninteressen bestimmt und nicht von "höheren Werten" geleitet wird
  • dass die Demokratie eine sehr ineffektive Regierungsform ist, solange Eigeninteressen jeden Konsens verhindern
  • dass Zusammenschlüsse wie die UN, die EU oder NATO umso unproduktivere Monster werden, je mehr Mitglieder sie haben

Wie aber kann es je zu einer Bewusstseinserweiterung kommen, wenn die Menschen in ihren Ansichten weiterhin so geteilt sind und jeder nur im jeweils eigenen Interesse handelt? Wir sollten doch irgendwann alle eins werden, doch zeigt es sich am Beispiel der Vereinten Nationen, dass über 190 Mitglieder nie und nimmer auch nur ein einziges gemeinsames Ziel haben können, solange jedes Mitgliedsland nur zum eigenen Vorteil handelt.

Um zu gemeinsamen Zielen zu gelangen, müssten alle Gruppierungen ihre Realitäten z.T. komplett verändern. So müssten z.B. die Bürger der USA den Wert des Kapitals in Frage stellen und die Linken der Welt ihre Abneigung gegenüber den USA ablegen. So müssten auch alle Religionen ihren Anspruch auf ihre alleinige Wahrheit aufgeben. Aber ist das nicht illusorisch? Wie kann man einen Bürokraten davon überzeugen, dass Bürokratie nicht nur extrem teuer ist, sondern jeden Staat lähmt? Wie kann man den Einzelnen dazu bringen, einen evtl. Abbau von Verordnungen, Gesetzen, Vorschriften und Regeln nicht sofort für sich und gegen das Gemeinwohl auszunützen? Und wie kann man Esoteriker davon überzeugen, dass positives Denken alleine die Menschheit nicht dazu bringen wird, sich gegenseitig zu lieben? Es ist einfach nicht möglich.

Das führt zur Überlegung, auf welche Weise der uns bevorstehende Bewusstseinssprung dann überhaupt ablaufen kann. Unsere Guides machten dazu nur wenige Aussagen, doch in Verbindung mit der sich zuspitzenden Situation lassen sie ein zunehmend deutlicheres Bild erkennen.

Als erstes muss man sich darüber im Klaren sein, dass Initiatoren, Agitatoren und Antreiber nie die gesamte Bevölkerung reflektieren. Alles, worüber wir in den Nachrichten hören, dient im Prinzip nur dem Zweck, uns eine eigene Meinung zu bilden, wobei die Akteure die Rollen übernommen haben, das Bewusstsein der schweigenden Masse zu formen. Damit wird jede herausragende Person zum "Ermöglicher", also zu jemandem, der innerhalb der breiten Masse etwas bewirken soll. Dieses Etwas braucht oft nicht mehr als nur Frust zu sein, oder das Gefühl, dass es so nicht länger weitergehen kann.

In allgemeinen Gesprächen mit verschiedenen Menschen in unserer amerikanischen Kleinstadt ist mir aufgefallen, dass überraschend viele ein unterschwelliges erhöhtes Bewusstsein besitzen, ohne dass sie sich jemals mit dieser Lehre oder mit der Esoterik beschäftigt hatten. Dasselbe dürfte vermutlich auch auf die deutschsprachige und andere Bevölkerungen zutreffen. Die Bewusstseinshöhe einer Nation erkennt man also nicht unbedingt daran, wie moralisch sich diejenigen verhalten, die im Rampenlicht stehen. Das sind nur die "Ermöglicher", die etwas bewirken sollen. Sie tragen nicht direkt zum Bewusstseinswachstum der Bevölkerung bei, sondern immer indirekt und oft auch dadurch, dass sie das Volk abstoßen. So gewann Barack Obama die letzte Präsidentenwahl nicht dadurch, weil er so gut oder so bekannt war, sondern weil Präsident Bush so unbeliebt war. Präsident Bush hat also bewirkt, dass sich das amerikanische Volk von den Kriegstreibern und der Rüstungsindustrie abwandte. Ebenso führt doch auch die Unfähigkeit der derzeitigen Politiker und das Chaos in der Politik dazu, dass die Bevölkerung nicht mehr weiß, welche Partei sie noch wählen soll, aber auch, dass es "so nicht mehr weitergehen kann".

So, wie man mit Märchen ein Gefühl von Gut und Böse in Kindern formen kann, so tun das unsere Politiker bei uns Erwachsenen. Hier ist es jedoch nicht die böse Hexe, die Hänsel und Gretel aufessen will, sondern eben ein Diktator, der sein Volk massakriert. Wir sind dabei die Zuschauer, die von diesem "Theaterstück" emotional beeinflusst werden, und diese Beeinflussung findet für uns ganz unmerklich statt. Jedes Posting, in dem jemand schreibt, dass er/sie es in dieser "verrotteten Welt" nicht länger aushält, zeigt uns doch, wie bereit diese Person inzwischen schon für eine Veränderung ist.

Aber so wie ein Film oder Theaterstück nicht alle gleichermaßen berührt, führen auch die Ereignisse auf der Weltbühne nicht bei allen Menschen zum selben Ergebnis. Das hängt natürlich wieder vom Plan und der Programmierung des Einzelnen ab. So werden dann viele derjenigen, die bewusstseinsmäßig nicht wachsen sollen, zum "Ermöglicher" derer werden, die wachsen und bewusstseinsmäßig aufsteigen sollen, was die vorhergesagte Dreiteilung der Menschheit erklärt. Diejenigen, die in die Astralebenen überwechseln werden, aber auch jene, die auf die Nebenerde überwechseln werden, werden zum Bewusstseinswachstum derjenigen beitragen, die den Bewusstseinssprung vollziehen sollen.

In meinem Artikel "Angst vor der Angst" bezog ich mich auf Ecclesiastes 3 und schrieb: "Es gibt eben eine Zeit für alles: Eine Zeit, geboren zu werden und zu sterben, eine Zeit zu lieben und zu hassen, eine Zeit für Krieg und eine für Frieden". All diese Situationen und Gefühle bewirken etwas, so wie auch ein Krieg etwas bewirkt. Könnten wir Kriege völlig vermeiden, so würde damit auch die Abscheu vor ihnen vermieden werden. Wären alle Politiker fähig, gäbe es keinen Grund mehr, etwas zu verändern, und damit auch kein gesellschaftliches Wachstum. Wären alle Bürger Gutmenschen, gäbe es kein individuelles bewusstseinsmäßiges Wachstum. Der bewusste Mensch zeichnet sich also nicht dadurch aus, dass er ein Gutmensch ist und dafür, dass wir uns alle lieben sollen, sondern indem er versteht, wozu die gegensätzlichen Situationen in unserem Leben dienen und was sie für uns Menschen bewirken sollen.


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